Geschichte des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es

Die Wurzeln des BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es liegen vermutlich in den traditionellen Tänzen des Orients bzw. ursprünglich in Afrika.

Alle Theorie zur Geschichte, den Ursprüngen, Zweck, Entwicklung, Form, Einflüssen und Veränderungen des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es sind nicht belegbar und entbehren historisch nachweisbarer Quellen. Erst ab ca. 1700 sind Quellen (z. B. Reiseberichte oder alte Fotografien) vorhanden, die Rückschlüsse auf den Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , die Haltung und die Kostüme orientalischer Tänzerinnen geben.

Die Maler des Orientalismus malten zwar den Orient und orientalische Frauen und Tänzerinnen, jedoch arbeiteten sie nicht alle mit eigenen Skizzen der Originale. Viele unter ihnen zeichneten die Sicht des Westens auf den Orient, eine eher verklärte Wunschvorstellung.

Darstellungen und Beschreibungen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ender Frauen sind aus vielen Jahrtausenden und aus vielen Kulturen des alten Orients bekannt.

Man kann annehmen, dass der BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
auf alte Fruchtbarkeits-, Anbetungs- und Gebärtänze von zum Beispiel Initiationsriten zurückgeht. Möglicherweise diente er auch der Geburtsvorbereitung, da er unter anderem die Muskulatur des Abdomens trainiert und beweglich hält.

Präantike Figurinen und Reliefs

Flachrelief einer liegenden Frau aus dem Magdeleine, Penne, Tarn, Frankreich ca. 40.000 v.Chr.

Es gibt viele präantike Figurinen, Reliefs und Höhlenmalereien die überraschenderweise eine ganz typtische Armhaltung des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es zeigen. Beide Arme sind sichelförmig über den Kopf erhoben. Diese typische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)pose gibt es natürlich auch in anderenTänzen und überall auf der Welt Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)te der frühe Homo sapiens.

Damit sind diese Figurinen oder Reliefs kein Beweis, dass der orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) aus sehr frühen Geburts-, Initiations- oder Fruchtbarkeitstänzen hervorging und seine „typische“ Haltung über Jahrtausende bewahrte. Es gibt bis heute auch keinen gegenteiligen Beweis für diese Theorie.

Venus von Willendorf, um 25.000 v. Chr.

Aus dem Jungpaläolithikum und späteren Zeiten finden sich viele weibliche Figuren, sowie Reliefs von Frauen oder Göttinnen. Ab etwa 28.000 bis vor 21.000 Jahren findet sich das Gravettien, als Fruchtbarkeitssymbole (oder Göttinnen?) gedeutete Figuren wie die Venus von Willendorf deuten auf religiöse Vorstellungen hin. Einige Theorien wollen hier eine sehr frühe Verehrung der Weiblichkeit oder der Leben gebärenden Frau, bzw. einen matriarchalen Kult oder ein frühes Matriarchat erkennen. Beweise für Matriarchate in frühen archaischen Kulturen wurden bisher nicht gefunden. Für Vertreter der Frauenbewegung, insbesondere des differentialistischen Zweiges, bedeutet das Matriarchat im besonderen eine Zeit der Ur- und Frühgeschichte, in der die Frauen kulturschöpfend und prägend gewesen sind, aber nicht geherrscht haben. Es herrscht heute bei Historikern wie bei Feministinnen Einigkeit darüber, dass es Gesellschaften mit Frauenherrschaft nicht gegeben hat (siehe dort).

Erste dreidimensionale Skulpturen aus dieser Zeit zeigten meistens weibliche Figuren mit stark hervorgehobenen Geschlechtsmerkmalen wie großen Brüsten und breitem Becken oder aber Jagdtiere. Hergestellt wurden sie aus Stein und Ton, wahrscheinlich aber auch leichter vergänglichem Material wie Holz oder Knochen. Dabei wurden manche Details bei den weiblichen Statuetten nicht oder fast nicht ausgeführt, so etwa Gesichter, Arme und Beine. Einige Forscher interpretieren die Darstellungen als Fruchtbarkeits-Göttin (Erdmutter), eventuell auch als Hinweis auf ein vorherrschendes Matriarchat, sicher aber sind es keine realen Portraits. Man kann davon ausgehen, dass die durchschnittliche normale Steinzeitfrau keine Chance hatte, derartige ausgreifende Formen anzunehmen.

Einige Theorien möchten diese Funde und Malereien als Verehrungsbeweise des Ur-Weiblichen bzw. einer frühen Göttin, gerne mit dem als "ur-weiblichsten Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) " bezeichneten Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) in Verbindung bringen, um damit auch die spirituelle Kraft des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es zu bekräftigen, der damit eine jahrzehntausendealte Geschichte bekommen würde.

Auch diese Theorien sind nur Mutmaßungen.

Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) im alten Ägypten

Die eindeutigsten und beeindruckendsten Bildnisse Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ender Frauen finden sich auf alten ägyptischen Wandmalereien. Die Merkmale der ägyptischen Malerei sind im Wesentlichen aus Funden in Grabkammern der Pharaonenfamilien und hoher Beamter bekannt. Schon in der Vorgeschichte Ägyptens wurden Felsbilder und keramische Malereien hergestellt.

Die Ägypter waren ein sehr auf das Jenseits ausgerichtetes, religiöses Volk, gleichzeitig aber auch dem Diesseits zugewandt. Kaum ein anderes Volk der Weltgeschichte hat sich so intensiv mit dem Tod auseinandergesetzt. Gleichzeitig waren die alten Ägypter dem Diesseits nicht abgewandt und lebten durchaus lebens-, liebes- und körperbejahend.

Im religiösen Kult und bei Festen weltlicher Art spielte der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) im alten Ägypten eine große Rolle. Es gab strengere und lebhaftere sowie ekstatisch-akrobatische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)formen. Die Tänzer(innen) waren BerufstänzerInnen. Den Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) als Element einer Paarbeziehung gab es nicht, man ließ gewissermaßen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en. Das Kostüm der auf den Wandmalereien dargestellten Tänzerinnen war praktisch kaum vorhanden, oder auf einen plissierten Baunwollhüftschal, manchmal nur eine Perlenkette die um die Hüfte gebunden wurde, beschränkt. Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)beschreibungen sind nicht überliefert. Auf einigen Waldmalereien kann man noch einzelne Bewegungen der Tänzerinnen erkennen und die zur Begleitmusik benutzten Instrumente Sistrum, Flöte, Zimbel (oder Cymbal) und Trommel.

Wie sich der „ägyptische“ Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) durch die verschiedenen Reiche unter den verschiedenen Dynastien veränderte ist nicht überliefert. Auch ist nicht überliefert, ob er sich überhaupt veränderte. Da die ägyptische Malerei vor allem Szenen aus dem Leben privilegierter Menschen darstellte, sind auch die abgebildeten Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)szenen nur ein winziger Eindruck eines Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es der nicht allen Menschen zugänglich war. Die alt-ägyptische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , dessen Schritte, Bewegungen und Musik nicht schriftlich überliefert wurde, darf auch nicht pauschal als "Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) des Volkes" oder gar Vorläufer des heutigen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es aufgefasst werden. Hierzu fehlen vor allem Quellen und gesicherte Forschungsergebnisse.

Dass sich im ägyptischen Volk andere Tänze entwickelten, als in der privilegierten Oberschicht, ist sehr wahrscheinlich. Diese Tänze wurden nicht durch Malerei festgehalten, daher bleiben diese Quellen der Forschung verschlossen. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass der orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mehr in den "Tänzen des Volkes" seine Wurzeln hat, als in der abgeschotteten Welt des Adels, reicher Beamter und des Priestertums.

Die Darstellungen von Tänzerinnen in den ägyptischen Grabkammern, werden oft von heutigen Tänzerinnen nachempfunden, ohne die dargestellten Kostümierungen der Tänzerinnen zu übernehmen. Bei diesen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)interpretationen werden auch babylonische und ägyptische Göttinnen und deren Mythen für "orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) interpretationen" benutzt. Ebenso werden die Symbole (die Krone der Hathor, die Flügel der Isis) und die Tiere von Göttinnen im Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) eingesetzt (siehe auch: SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , pharaonischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ).

 

Europäische Reisende des 18. und 19. Jahrhunderts

Die ersten in Europa publizierten Reisebeschreibungen, die unter anderem Tänzerinnen, ihre Tänze und Kostüme beschrieben, entstanden zwischen 1712 und dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch diese Beschreibungen lassen keine genauen und nachvollziehbaren Schlüsse auf die gesehenen Tänze und Tänzerinnen zu. Die Beschreibungen der europäischen Reisenden schwanken zwischen(BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)) Verwunderung und Erstaunen über die Geschmeidigkeit der Tänzerinnen und Abscheu vor der allzu offen gezeigten Körperlichkeit. Man bedenke hierbei, dass in Europa die Bewegungsfreiheit der Frauen(BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)) durch ein Korsett abgeschnürt war und eine freie und natürliche Bewegung, wie man sie bei unverschnürten Frauen im Orient sah, als unnatürlich, fast schon unmoralisch empfunden wurde.

Jean-Léon Gérôme (1824 - 1904)

Wichtige Orientreisende, viele davon Frauen, die in ihren Büchern und Reisebeschreibungen Informationen über Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) hinterließen, waren:(BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz))

Nachdem Napoléon Bonaparte 1798 in Ägypten einmarschierte, wurde das Interesse Europas am Orient, vor allem Ägypten sprichwörtlich entfacht (siehe Die Ägyptische Expedition Napoleons). Die militärische Expedition Napoléons war zwar ein Fehlschlag, jedoch ein wissenschaftlicher Erfolg. In den "L'Inscriptions de L'Egypte", die auf Befehl Napoléons angefertigt wurden, einer umfassenden Aufzeichnung aller in Ägypten vorgefundenen Entdeckungen (von Mumien über Tongefäße bis zu Radierungen ganzer Tempelanlagen), bekam die intellektuelle Elite Europas plötzlich Einsicht in die großartige und völlig unbekannte Kultur und Vorgeschichte Ägyptens.

Im gleichen Zuge wie das Interesse an Ägyptens Geschichte in den intellektuellen Kreisen Europas wuchs, wurde Ägypten ein universeller Inspirationsquell für Künstler, Maler und auch Modeschöpfer. Die damalige Mode des Empire, vor allem an der griechischen Antike orientiert, nahm plötzlich opulente orientalische Elemente auf. Die Roben der Damen wurden nicht mehr aus leichten weißen Stoffen (vor allem Musselin), sondern aus schweren und farbigen Materialien genäht, und der Turban, verziert mit Federn und Perlen, kam in Mode.

 

Orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) in Burleske, Varieté, Kabarett, Revue

sdf"Little Egypt" ca. 1893

 

Die Exotik und Fremdartigkeit des Orients faszinierte die Menschen seit den ersten Reiseberichten europäischer Reisender. Vor allem die (den Männern) verschlossene Welt der

orientalischen Frauen, ihre Tänze und die orientalische Musik, wirkten auf Europäer nachdrücklich. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden orientalische oder exotische Themen von vielen Tänzerinnen aufgegriffen, ohne Verbindung zum traditionellen Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , weiterentwickelt und in Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)produktionen vorgestellt. Das Interesse des Publikums am fremdartigen Orient und der Hauch von Exotik, ließen viele Tänzerinnen der Kabarett- und Varietébühnen für sich arbeiten.

Zur Zeit der Weltausstellung in Chicago (USA) um 1893, zeigte die relativ unbekannte Tänzerin "Little Egypt" zum ersten Mal orientalische Tänze vor internationalem Publikum. In dieser Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts war das Zeigen eines entblößten Bauches, ebenso wie das Zeigen eines Fußes oder unbedeckter Hände und Arme, gesellschaftlich sanktioniert.

Die Tänze von Little Egypt, die in den USA später in Burlesque-Aufführungen auftrat, waren trotz oder gerade wegen der Zurschaustellung normalerweise bedeckter Körperteile, eine Sensation. Offiziell wurde dem Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und der Tänzerin nur entrüstete Aufmerksamkeit gezollt, trotzdem ist ihr Name, ebenso einige Fotoaufnahmen verschiedener Tänzerinnen die sich ebenfalls "Little Egypt" nannten, bis heute ein Begriff.

Die amerikanische Tänzerin Ruth St. Denis (1879–1968) beschäftigte sich mit verschiedensten religiösen und esoterischen Lehren. Ihre Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ausbildung beruhte auf der Grundlage des Delsarte-Systems. Ein Zigarettenplakat der Göttin Isis beeindruckte sie nachhaltig und inspirierte sie 1906 zu ihrer ersten Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)schöpfung. In den nächsten Jahren beschäftigte sich Ruth St. Denis immer mehr mit orientalischen Themen, die ihre abendfüllende Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)produktion "Egypta" mündeten. Als Gemeinschaftsarbeit mit ihrem Mann Ted Shawn entstand 1916 die Produktion „Dance Pageant of Egypta, Greece and India“. Sie choreografierte die babylonischen Tänze in D. W. Griffiths Monumentalfilm Intolerance. Mit ihrer Kompanie unternahmen beide 1925/26 eine große Tournee in den Fernen Osten. Neben den Gruppenstücken kreierte Ruth weiterhin Solotänze wie "The Spirit Of The Sea", "White Jade", "Angkor-Vat". Zusammen mit La Meri (Russel Meriwether Hughes) gründete sie den dem Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) gewidmete "School of Natya". Vor allem die orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) szene Amerikas verehrt Ruth St. Denis als Pionierin des orientalisch-inspirierten Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es.

Maud Allan als Salome

Loïe Fuller trat als Serpentinentänzerin (ein Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit übergroßen Schleiern) 1892 erstmals öffentlich auf. 1893 ließ sie sich ihr Kostüm und "Bühnenvorrichtungen zur Erzeugung von Illusionseffekten" in Frankreich und London patentieren. Mit ihren Inszenierungen begeisterte und inspirierte sie viele Künstler ihrer Zeit. Henri de Toulouse-Lautrec, Jules Chéret, Will Bradley, Thomas Theodor Heine, James McNeill Whistler, Maurice Denis u.v.a. verewigten sie in ihren Kunstwerken. Sie arbeitete als erste mit farbigen Lichtprojektionen und elektrischem Licht. Gabiel Pienré schrieb 1895 die Musik zu Fullers Interpretation der Salome, die am 4. März 1895 in der Comédie-Parisienne als lyrische Pantomime von Charles H. Meltzer und Armand Silvestre uraufgeführt wurde.

Das Thema der Salome, der Todbringende Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) einer Frau, die Tragik der Geschichte der Salome, wie sie auch Oscar Wilde in seinem Stück 1893 inszenierte, diente als Vorlage für viele nachkommende Tänzerinnen. Nach der Jahrhundertwende, dem berühmten fin de siécle, nahmen viele Tänzerinnen das Thema Salome auf und interpretierten es für sich neu. Die bekannteste Tänzerin die sich der Aufführung von Salome lange Zeit, und mit nicht nachlassenwollendem Erfolg, widmete war Maud Allan. Die erste Aufführung von "The Vision of Salome" fand am 2. Dezember 1906 am Wiener Carl-Theater statt. Ihr Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wurde nicht als bloße Nachahmung von Isadora Duncan bewertet, der Pionierin des "freien Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es".

Eine weitere Tänzerin, deren Hauptbeschäftigung aber eher den asiatischen Tänzen galt und die den Orient-Boom des angehenden 20. Jahrhunderts ausnutzte, war Mata Hari. Unter dem Künstlernamen Mata Hari präsentierte sie Nachempfindungen indischer Tempeltänze. Die Szene in der sie zuletzt "nackt" zu sehen war, wurde eine Sensation. Es folgten Auftritte in den Salons von Baron von Rothschild, Cécile Sorel, Gaston Menier, Natalie Clifford Barney. Viele Menschen würden Mata Hari unbesehen zu den orientalische Tänzerinnen zählen, aufgrund der starken Exotik ihrer Kostüme. Mata Hari hatte nie eine Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ausbildung und Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)te vor allem, um am Ende ihre Nacktheit zu präsentieren, die ihre Karriere sprunghaft ankurbelte.

 

Quellen

Arabisch-andalusischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Der Arabisch-andalusischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird auch als Muwaschahat (= Strophengedicht) bezeichnet.

Dieser Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) gehört zu den höfischen Tänzen. Er war ursprünglich nicht als SoloTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz), sondern als GruppenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) aufgeführt und wurde in der Zeit des arabischen Spaniens (etwa zw. 711 und 1492) an den Höfen von Córdoba und Granada vorgeführt.

Geschichte Al-Andalus

711 landete ein vorwiegend aus Berbern bestehendes muslimisches Heer unter Tariq ibn Ziyad bei Gibraltar, um das westgotische Spanien zu erobern. Musa ibn Nusayr, Statthalter des Kalifen Al-Walid I., hatte zur Probe schon im Vorjahr 500 Mann unter Tarif ibn Malik zu einem Raubzug entsandt. Tariq schlug die Westgoten vernichtend in der Schlacht am Rio Guadalete, in welcher der Gotenkönig Roderich fiel. Im Juni 712 landete Musa mit einem aus Arabern und Berbern bestehenden Heer und setzte gemeinsam mit Tariq die Eroberung fort, bis beide 714 vom Kalifen zurückbeordert wurden.

Die Eroberer brachten den Islam, der im Maghreb bereits durchgesetzt worden war, nach Europa (siehe Islamische Expansion). Abd al-Aziz, der Sohn von Musa ibn Nusair, wurde als Statthalter von Al-Andalus eingesetzt, Sevilla wurde zur Hauptstadt. Abd al-Aziz nahm Egilo, die Witwe Roderichs, zur Frau.

Im Jahr 716 wurde Ayyub Nachfolger von Abd al-Aziz und machte Córdoba zur Hauptstadt von Al-Andalus. Um 718 beherrschten die Araber den größten Teil der Halbinsel außer dem Nordwesten, wo westgotische Adlige herrschten.

Siehe auch: Geschichte Spaniens#Al-Andalus

Muwaschahat

Die der verwendeten Musik Rhythmen variieren von 4/4 und 8/4 bis 10/8. Aber auch andere Rhythmen sind üblich wie z.B. 2/4, 3/4 oder 6/8. Bei den Gesangsstücken werden auch 32/8 Rhythmen verwendet. Für Ägypten wurde die arabisch-andalusische Musik in diesem Stil von Fuad Abd el Magid in den 70er Jahren in Kairo rekonstruiert. Eine andere Art des Muwaschahat hat sich in Marokko und Tunesien erhalten. Die alte Tradition dieser Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)form ist in Syrien erhalten geblieben (Rückkehr der Umayyaden nach der Reconquista Spaniens). Hier wird diese Musikform (sowohl mit Gesang und auch als reine Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)musik) weiterhin gepflegt (z.B. vom bekannten Omeija-Gruppe).

Es gibt fast keine überlieferten Abbildungen der Kleidung der Tänzer. Sicher sahen die Tänzer/innen ähnlich aus, wie es heute in Syrien noch üblich ist. Auch die Rekonstruktionen der Muwaschahat-Kostüme der bekannten ägyptischen Reda-Gruppe liegen im Bereich des Möglichen. Es können halbenge lange Hosen getragen worden sein, hüftlange Blusen oder Jacken, mit oder auch ohne Hüftbetonung. Als Kopfbedeckung sind Hütchen bekannt (ähnlich der Pillbox).

Der arabisch-andalusische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird mit vielen Arabesken geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t, insgesamt ist der Stil stark vom Bellett beeinflusst. Ein bewegliches Rückgrat, kleine Schritte, sehr ausgefeilte und graziöse Arm-und Handbewegungen, sind typische Bestandteile des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es. Es werden weniger Hüftbewegung eingesetzt als im Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) sonst üblich ist, und wenn dann eher weich. Der Einbau von Bodenteilen ist im begrenztem Umfang möglich. Den Einsatz von Tambourinen oder zwei Tüchern, kann man ebenfalls oft sehen.

Literatur

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

 

Baladi


Dieser Artikel behandelt einen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Für die gleichnamige Orangensorte siehe Orange (Frucht).

* 1 Baladi
* 2 Orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit dem Shamadan
* 3 Iskanderani
* 4 Literatur

Baladi

Der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) Baladi wird auch Beledi oder Balady genannt. Die Wortbedeutung lautet "vom Lande" oder "vom Lande kommend", Adjektiv von "Balad" = das Land, kann aber auch die Bedeutung von "mein Land" (gebildet aus Balad + Personalendung "i" für mein) haben - und bezieht sich in diesem Fall auf den Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , jedoch keine ländliche Folklore. SoloTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Der Baladi stammt ursprünglich aus den ländlichen Regionen Ägyptens. Durch die Landflucht der Bevölkerung wurde der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) in die Großstädte sozusagen mitgenommen und dort weiter entwickelt. So ist der Baladi heute vor allem ein folkloristisch anmutender Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , der die Sehnsucht der ehemaligen Landbevölkerung nach ihrer alten Heimat ausdrückt und viele Elemente der orientalischen Folklore enthält. Baladi bedeutet "vom Lande kommend" und weist daher, auf die Musik bezogen, auf deren musikalischen Wurzeln in den Rhythmen, Liedern und musikalischen Formen der Volksmusik hin. Diese Bezeichnung wurde im städtischen Milieu der nordägyptischen Großstädte, besonders Kairo, weiterentwickelt. Man kann diese Entwicklung als kulturellen Ausdruck der Landflucht in Ägypten interpretieren.

Nach einer Art Taqsim folgen ein Dialog zwischen Melodie und Rhythmus und weitere Temposteigerungen des Rhythmus. Der Ausdruck eines breiten Gefühlsspektrums und komplexer rhythmischer Strukturen, hat Baladi zu einer anspruchsvollen musikalischen und tänzerischen Kunstform werden lassen. Die "neuen" Stadtbewohner, die ehemals auf dem Land wohnten, brachten ihre Traditionen in die Stadt mit, passten ihre Kultur und auch sich selbst den neuen Einflüssen an. Somit entstand auch eine neue Musik und ein neuer tänzerischer Ausdruck. Ein wesentliches Merkmal - dem Jazz, Soul und Blues vergleichbar - ist das zentrale Element der Improvisation = arab. Taqsim. Für die Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)stücke des Baladi werden vor allem einfache, so genannte "gerade" Rhythmen ohne große Orchestrierung und Feinheiten, verwendet.

Musiker und Tänzerin improvisieren innerhalb einer Grundstruktur, die im Laufe der Zeit immer komplexer wurde. Die Integration neuer Instrumente in diese Musik, wie Akkordeon und Saxophon, eröffnete weitere, bisher unbekannte und neue Ausdrucksmöglichkeiten. Der Musik des Baladi haftet oft eine Art Wehmut und Melancholie an, eine Trauer um die verlorengegangene alte Heimat, aber oft auch versteckte Kritik am bestehenden System und den aktuellen Lebensbedingungen, was den Baladi zum „Blues Ägyptens“ macht.

Für den Baladi verwendet die Tänzerin eine Galabija, viele Armreifen, große Ohrringe (alles in Gold), zwingend erforderlich ist ein Kopftuch oder Haarband und ein Tuch für die Hüfte.

Orientalischer mit dem Shamadan

Der orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit Elementen des Raks Sharqi und/oder Baladi mit dem Shamdan (Leuchter) auf dem Kopf der Tänzerin wird auch ShamadanTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) oder LeuchterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) (Shamadan; ägypt. f. Leuchter) genannt.

Bei den Shamadantänzern muss unterschieden werden ob es sich um einen ´"Raqs El Shamadan" (also einen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der ägyptischer Tradition folgend) oder um die westliche Variante des LeuchterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es handelt, die eher dem orientalischen ShowTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) zuzurechnen ist.

Der Raqs el Shamadan ist dem Baladi zuzurechnen und ein ägyptischer FolkloreTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz). Ursprünglich gehörte er in die Hochzeitsprozession bei Baladi-Hochzeiten und wurde später Bestandteil des Tableaus bei Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)aufführungen zur Hochzeitsfeier. Entsprechungen zu den ägyptischen LichterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)-Traditionen, die auf den einerseits symbolischen Hintergrund der geistigen Erleuchtung und andererseits der realen Wegerhellung zurückzuführen sind, finden sich auch in der Türkei. Für beide Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)arten wird bevorzugt Baladi-Musik verwendet.

Für den Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird ein durchgängiges Kleid getragen, jedoch kann man in der heutigen Zeit auch einen Hosenanzug sehen. Dies hat wohl eher praktische oder sittliche Gründe, denn im modernen LeuchterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird ein Bodenteil eingebaut. Hier zeigt die Tänzerin Balance- und Schimmiebewegungen auf dem Boden liegend oder sitzend. Ferner ist das Zimbelspiel traditionelles Merkmal eines LeuchterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es, unabhängig ob es ein traditioneller oder moderner LeuchterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist.

Im "traditionellem" Baladi mit Bodenteil, balanciert die Tänzerin den Leuchter auf dem Kopf, während sie sich auf den Boden setzt oder legt, und dort akrobatische Übungen zeigt wie Spagat oder Schimmies im Spagat. Diese Spagatbewegungen sind im traditionellen LeuchterTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) unüblich, da sie in Ägypten als "unanständig" gelten.

Iskanderani

Der Iskanderani oder IskanderiaTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz), wird auch AlexandriaTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) oder, nach dem Verhülltuch der Alexandrinerinnen, Melaya Laff, genannt. Er stammt aus Alexandria/Ägypten und wurde von der urbanisierten Landbevölkerung entwickelt, ähnlich dem Baladi.

Instrumentale Stücke, vor allem Baladimusik, gerne auch mit Gesang (männlichen wie weiblichen) in dem es vor allem um Liebe, Flirt oder die Sehnsucht nach der Geliebten geht, werden zum IskandraniTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) verwendet. Der IskanderaniTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird als der emanzipierteste der "Baladiähnlichen" Tänze bezeichnet, da die Frau hier eine führende, dominante und selbstbewußte Rolle spielt - wenn der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit einem männlichen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)partner gezeigt wird.

Die Iskanderani tänzerin trägt ein Kleid mit auffallenden Volants und Rüschen. Diese Kleider waren ursprünglich lang, gemäß moderner Modetrends wurden die Rocklängen gekürzt. Wichtig ist ein Kopftuch mit Bommeln oder Blüten, das hoch aufgetürmt gebunden wird, als Erinnerung an ihre ländlichen Wurzeln. Ferner ist es möglich einen Gesichtsschleier mit oder ohne Nasensteg zu tragen. Zwingend vorgeschrieben sind auch Pantoffeln mit Absatz. Das Verhülltuch der Frauen Nordägyptens, die Melaya, ein großes schwarzes Umhangtuch, gehört zur Alltagskleidung und wird im Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ebenfalls eingesetzt. Schmuck siehe Baladi.

Literatur

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

 

Klassisch-orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Klassisch orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird in der arabischen Welt „Raqs Sharqi“ (رقص شرقي) genannt. Aufgrund der wörtlichen Übersetzung „Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) des Ostens“, ist die deutsche Bezeichnung Raqs Sharqi„Orientalischer“ korrekt. Der klassisch orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) stammt aus Ägypten. Vor allem in Ägypten wird auf die reine, bis heute erhaltene ägyptische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)form Bezug genommen. Raks Sharqi wird aber auch im Libanon, sowie vielen anderen Ländern der arabischen Welt gezeigt und unterrichtet.

Für den Raks Sharqi werden instrumentale Stücke, bevorzugt (vor allem in Ägypten) vorgetragen von Live-Orchestern, hier oft auch mit Gesang. Mit der Modernisierung Ägyptens verändert sich auch die Sharqi-Musik. Westliche Einflüsse, die Einführung neuer Instrumente und die Erweiterung des traditionellen Orchesters führen zu einer „neuen“ Musik und zu einer raumgreifenderen und bühnenwirksameren Art zu Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en. Berühmten Komponisten und Künstlern wie Farid el Atrache und Mohammed Abdel Wahab gelang es, die Musik zu modernisieren, ohne ihr den typisch ägyptischen Charakter zu nehmen.

Das typische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm ist für den klassischen Raks Sharqi obligatorisch. Es wird ein klassischer Zweiteiler oder ein Kleid benutzt. Die Tänzerin trägt einen bestickten BH, einen Gürtel und dazu einen Rock. Für das Entreé wird ein Schleier benutzt, der nach einer kurzen Weile auf der Bühne abgelegt wird. Im Libanon trägt die Tänzerin, im Gegensatz zu Ägypten, hohe Schuhe zum Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) .

Während der Baladi ursprünglich die Kunst des einfachen Volkes war, geht Raqs Sharqi auf die Musik und den Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) zurück, der an den adligen Höfen und in den reichen Häusern Ägyptens gepflegt wurde. Im früheren Zeiten war es Aufgabe der Awalim, professionelle höfische Unterhalterinnen und Lehrerinnen in Musik, Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , Dichtung und Gesang, die an adligen Höfen mit einem kleinen Musikensemble auftraten und eine verfeinerte Kunstform darboten, den Adel mit ihren Darbietungen zu unterhalten. Diese Tradition wurde später in den Häusern der gesellschaftlichen Elite fortgesetzt. Der Raqs Sharqi heute enthält auch deutliche Elemente des Balletts. Die Tänzerin ist in ihrer Darbietung, vor allem in Ägypten, nicht nur allein Tänzerin. Sie übernimmt oft auch Gesangseinlagen oder moderiert einen Teil des Programms selbst, spricht mit dem Publikum und erwirkt so Rückmeldungen, die sie in ihre Darbietung mit einarbeitet. In dieser Art wird aus der reinen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)darbietung eine Art kombiniertes Entertainment. Vor allem in Ägypten sind Frauen über 40 sehr populäre Bauchtänzerinnen, etwa Suhair Zaki, Fifi Abdou, Lucy und Dina.

Literatur

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

 

Orientalische Folkloretänze

Orientalische Folkloretänze gelten als die traditionell überlieferten Tänze des Nahen Ostens und sind Teil des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es. Im arabischen Sprachraum wird Folklore auch als "Shaabi" bezeichnet, was sich von "Scha'ab" herleitet und die Entsprechung für "Volk" darstellt. "Shaabi" bedeutet "aus dem Volke stammend" und bezeichnet in Kombination mit dem Wort "Raqs" ("Raqs El Shaabi") die folkloristischen Tänze arabischer Länder.

Die aus Ägypten stammenden Folkloretänze der Ghawazee, Fellahi, Hagalla (Beduinen), Saidi, Siwa- und Nubienfolklore werden auch als "Raqs el Shaabi" bezeichnet.

Die Alexandriafolklore Iskanderani gehört nicht in diese Kategorie und wird unter Baladi beschrieben.

* 1 StockTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
* 2 Khaleegy
* 3 Hagalla
* 4 Literatur

StockTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Der FolkloreTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) Saidi, oder Saeedi, wird in Deutschland auch als StockTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz), oder Raqs El Assaya bezeichnet und stammt aus Oberägypten.

Als Musik werden Stücke mit dem typischen Saidirhythmus verwendet, so z.B. der sogenannte "Masmoudi Saghir" ein 4/4 Rhythmus. Signifikante Shaabi-Instrumente die in den Saidistücken zu hören sind, sind u.a. Rababa, Mizmar, die großen Rahmentrommeln, Req, Duff und Dahola.

Die Tänzerin Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t meist in einem durchgängigen Kleid und trägt viel Münzenschmuck. Das typische Saidikleid hat eine trompetenförmige Ärmelform, einen Halbmondschmuck und/oder reiche Stickereien (Halal). Das Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)accessoire ist ein Bambusrohrstock (daher auch der Name StockTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)). Die Damenstöcke sind mit Pailletten verziert, die der männlichen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)partner oder Solotänzer sind aus dickerem Material und vollkommen undekoriert.

Der StockTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) war ursprünglich ein traditioneller Duellier-, Werbungs- und KampfritualTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ägyptischer Männer. Zwei gegeneinander konkurrierende Männer duellieren sich im Kreise ihrer männlichen Verwandten und Dorfbewohner (Tahtib). Aus diesem Ritual entwickelte sich eine tänzerische Spielart, die heute sowohl von Männern als auch von Frauen als Solo (Musik), Duett, Quartett (Musik) oder in Gruppen geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t wird. Der Stock wird während des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es geschwungen und virtuos gedreht und/oder balanciert. Der MännersolostockTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird oft auch mit zwei Stöcken präsentiert.

Khaleegy

Der Khaleegy ist die ägyptische Aussprache für Khaleejy, was im übertragenen Sinne mit "golfig" übersetzt werden kann. Das heisst: Etwas stammt aus der Region am Persischen Golf, die Golfregion heißt im arabischen "Khaleej". Der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) an für sich, also der Khaleegy wird aber auch in den dortigen Regionen als Raqs Na'ashat oder Samri bezeichnet und in Deutschland auch als "HaarTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)". Dies ist aber ein westlicher und recht ungenauer Begriff für den Khaleegy. Dieser spezielle Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) gehört zwar zu den Tänzen der arabischen Welt, ist jedoch nicht als sogenannter "BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
" oder "bauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ähnlich" zu betrachten.

Die Herkunft und Verbreitung des Khaleegy liegt daher in den Arabischen Golfstaaten, dem südlichen Irak (genauer: Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Qatar) und in Teilgebieten Saudi-Arabiens. Zur Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)begleitung wird Musik aus der Region des Persischen Golfes (der arabischen Golfstaaten) verwendet, entsprechend dem Herkunftsland mit stark rhythmischer Dominanz.

Die Tänzerin trägt für den Khaleegy ein überlanges, weites Kleid, das mit wertvollen und reichhaltigen Stickereien verziert ist. Dieses wird nur zum Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en über die andere Kleidung gezogen. Die Haare der Tänzerin (oder der Tänzerinnen) sollten möglichst lang sein und werden offen getragen. Diese Besonderheit und die Art, wie die Haare im Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) hin- und hergeschwungen werden, ist der Grund wie dem Khaleegy in Deutschland der Namen "HaarTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)" gegeben wurde.

Ursprünglich wurde dieser Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) vor allem bei der feierlichen Zusammenkunft von Frauen und nur von Frauen geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t. Die Frauen tragen bei zum Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ein Überkleid und das normalerweise lange Haar der Frauen ist gelöst. Im Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird das Haar ab und zu von einer Seite des Kopfes auf die andere geworfen. Beim Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en ist ein Fuß flach, der andere auf den Ballen gestellt. Diese Fußstellung führt bei der Tänzerin zu einem leichten "Hinken", bzw. einer leichten Auf- und Abbewegung des Körpers. Dieser "hinkende Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)schritt" ist typisch für den Khaleegy. Wie immer bei arabischen Tänzen wird die Musik (der Text) von der Tänzerin mimisch und gestisch interpretiert. Heutzutage wird der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) auch als "GesellschaftsTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)" angesehen und er ist inzwischen sowohl von Männern, als auch von Frauen bei Partys u.ä. Anlässen zu sehen.

Die Bezeichnung Khaliji ist als Überbegriff zu sehen und bezeichnet nur die Herkunft des FrauenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es.

Hagalla

Der Name Hagalla stammt von der Bezeichnung des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)schrittes "Hagl" = "schlurfend gehen" und ist ein beduinischer WerbeTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) (Beduinen, hier Nomaden ursprünglich nicht arabischer Herkunft) der westlichen Wüste, also zwischen Ägypten und Libyen (im Gegensatz zu den arabischen Beduinen östlich des Nils).

Die Musik wird auf den Basisinstrumenten der orientalischen Musik gespielt. Diese sind u.a. Duff, Tabla, Nay und Rababa. Verwendet werden schneller und langsamer Malfouf, ein 4/4 oder 8/4 Rhythmus, manchmal auch mit einer 3er Betonung der Schläge 7-8.

Die Kostüme sowie der Schmuck und die Accessoires unterscheiden sich im Hagalla (u.a.) nach Geschlecht des Tänzers. Frauen tragen entweder ein Kleid mit engem Oberteil und einen weiten Rock, der aus 3 Schichten besteht. Oder sie tragen einen Unterrock mit einem vorn und in der Mitte offenen Überrock, der zumindest einige üppige Volants hat und jede Hüftbewegung betonen soll. Tänzer tragen über einer Hose eine Galabija, die etwa knielang ist, darüber eine Weste und einen Schal, den sie sich um den Oberkörper schlingen. Typisches Merkmal des Kostüms sind auch die Hagalla-Stiefel.

Hagalla ist ein sehr temperamentvoller Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , von Frau wie auch vom Mann lebhaft interpretiert. Typisch ist der Hagalla-Schritt, der ein schnelles Gehen auf flachem Fuß mit kleinen Schritten ist. Dieser Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)schritt wird mit einer Twistbewegung der Hüfte kombiniert.

Literatur

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

siehe auch: Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit dem Shamadan

 

Orientalischer

Orientalischer, im Volksmund auch bekannt als BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, ist ein meist von Frauen in speziellen Kostümen zu orientalischer Musik ausgeführter Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) .

In der arabischen Welt wird der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) „Raqs Sharqi“ (رقص شرقي) genannt. Aufgrund der wörtlichen Übersetzung „Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) des Ostens“, ist die deutsche Bezeichnung „Orientalischer“ korrekt, bezieht sich jedoch nicht auf die Gesamtheit aller orientalischen Folkloretänze des Nahen bis Fernen Ostens, sondern nur auf den ägyptischen SoloTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz).

Die typischen Bewegungen, das Kostüm und die Tatsache, dass manche Tänzerinnen den Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit dem Ziel sexueller Animation vorführen, tragen dazu bei, dass er häufig als eine dem Striptease verwandte Form des erotischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es wahrgenommen wird. Die beiden Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)formen sind jedoch prinzipiell nicht miteinander verwandt.
Inhaltsverzeichnis
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* 1 Geschichte
* 2 Der Begriff „BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) "

* 3 Wesentliche Bestandteile
o 3.1 Bewegungen und Bewegungsansätze
o 3.2 Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm
* 4 Stile des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es
o 4.1 Fantasy
o 4.2 Sonstige Formen
+ 4.2.1 Tsifteteli
+ 4.2.2 Historischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
+ 4.2.3 Modetänze
o 4.3 Orientalischer heute
+ 4.3.1 Die Entwicklung des Kairoer Stils
+ 4.3.2 Orientalischer außerhalb der arabischen Welt
+ 4.3.3 Verbot von BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)


* 5 BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

in der Populärkultur
o 5.1 BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

in Musikproduktionen
o 5.2 BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

in Filmproduktionen
* 6 Organisationen
* 7 Literatur
o 7.1 weiterführende Literatur
* 8 Einzelbelege und Anmerkungen
* 9 Weblinks

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es

Der Orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) bezieht sich auf eine Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)form, die ihren Ursprung in Ägypten hat, und bezeichnet den dortigen SoloTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der Frauen. In Ägypten hatte der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) von jeher einen Jean-Léon Gérôme (1824–1904)hohen Stellenwert bei allen festlichen Gelegenheiten. Fremde und Reisende waren seit Jahrhunderten von diesem Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) fasziniert und berichteten in ihren Briefen, Reisebeschreibungen und Büchern darüber. Seit der Kolonisation Ägyptens und mit zunehmendem technischen Fortschritt und kulturellem Austausch verbreitete sich der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) auch im Ausland. Heute ist er in Europa, Australien, Skandinavien, Japan und den USA ebenso zu finden wie in Ägypten. Manche Vertreterinnen halten sich eng an die ägyptische Tradition, andere haben Einflüsse aus anderen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)stilen und Musikrichtungen mit verarbeitet. Es gibt inzwischen eine kontroverse Auseinandersetzung darüber, was der „echte“ ägyptische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) sei; verschiedene Schulen und Stile bildeten sich heraus.

Zur Zeit der Weltausstellung in Chicago (USA) um 1893 zeigte die relativ unbekannte Tänzerin Little Egypt zum ersten Mal orientalische Tänze vor internationalem Publikum. In dieser Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts war das Zeigen eines entblößten Bauches, ebenso wie das Zeigen eines Fußes oder unbedeckter Hände und Arme, gesellschaftlich sanktioniert. Die Tänze von Little Egypt, die in den USA später in Burlesque-Aufführungen auftrat, waren trotz oder gerade wegen der Zurschaustellung normalerweise bedeckter Körperteile eine Sensation. Offiziell wurde dem Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und der Tänzerin nur entrüstete Aufmerksamkeit gezollt, trotzdem ist ihr Name, ebenso einige Fotoaufnahmen verschiedener Tänzerinnen, die sich ebenfalls Little Egypt nannten, bis heute bekannt.

Der Begriff „BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) “

Die Bezeichnung „BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

“ stammt vermutlich aus der französischen Bezeichnung „Danse du ventre“ (Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) des Bauches). In ihren Romanen bezeichneten die französischen Schriftsteller Émile Zola und Gustave Flaubert den Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) als „Danse du ventre“. Gustave Flaubert beschreibt in seinem Reisebericht Reise in den Orient auch orientalische Franz von Stuck – Salome (1906) (Das Gemälde zeigt wahrscheinlich die Tänzerin Saharet)Tänzerinnen, die er auf seinen Reisen gesehen hat. Ebenso denkbar kann die Bezeichnung „Raqs Balady“, übersetzt „Balady Dance (Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der Leute = Einheimische in Ägypten)“, zu der englischen Bezeichnung „Bellydance“ (= BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

) geführt haben.

BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung vor allem für Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Der Begriff „BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

“ reduziert fälschlich die Vielfalt des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es und das Können der Tänzerinnen auf den Bauch, die Hüfte oder das Gesäß. Ebenso wie bei allen Tänzen werden natürlich auch Arme, Beine, Hände, Füße, Schultern und der Kopf bewegt. Falsch sind die oft anzutreffenden Vergleiche oder Bezüge zu Striptease oder Lapdance. Diese Vergleiche sind eine ungerechtfertigte Herabsetzung der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kunst und des intensiven Trainings in Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)technik, Rhythmik und Musikkunde, die der BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

erfordert.

Bücher und Texte mit dem Titel „Make Your Husband A Sultan“ oder „Bellydance - A Very Sexy Exercise“, spielen mit diesen falschen Assoziationen und leisten dem Vorurteil Vorschub, BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

sei nur eine billige orientalische Technik zur Erotisierung des Publikums.

Dass BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

in der Vergangenheit als Beischlaf-Animation für Sultane oder als Verführungstrick benutzt wurde, entspringt eher schwülstigen Haremsfantasien und ist eine der vielen Legenden, die sich um den BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
ranken.

Zur weiteren BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Legendenbildung gehören folgende gern zitierte Geschichten:

* dass Salome die erste orientalische Schleiertänzerin der Bibel war,
* dass die Königin von Saba vor König Salomon BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
zeigte,
* dass Kleopatra VII. Julius Caesar mit einem orientalischen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
verführt haben soll (allerdings durch antike Quellen nicht belegbar),
* dass BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
im Harem erfunden wurde.

Wesentliche Bestandteile

Bewegungen und Bewegungsansätze

Nach dem Bewegungsansatz (z. B. Muskulatur des Beckens oder eher der Beine) können wir Stilrichtungen unterscheiden. So wird beim typischen ägyptischen SoloTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) die Bewegung aus der Körpermitte geholt und kehrt energetisch auch oft wieder dahin zurück. Bei einer westlicheren Ausrichtung kommen die Bewegungen meist aus den Beinen, sind recht groß und werden seltener muskulär abgestoppt. Es gibt weiche, schlangenhafte Bewegungen, die zur Melodie geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t werden und härtere, rhythmische Bewegungen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)stil mit isolierten Bewegungen der einzelnen Körperregionen.

Vor allem beim Shimmy, dem rhythmischen, isolierten Zittern der Hüften oder anderer Körperteile, ist die gekonnte Isolation der Tänzerin sehr deutlich zu sehen. Der Shimmy kann in unterschiedlicher Intensität gezeigt werden, dabei kann die Tänzerin Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en (d. h. der Shimmy wird über die größere Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegung gelegt) oder versucht einen Shamadan oder Säbel möglichst ruhig auf dem Kopf zu balancieren. Je besser die Isolation beim Shimmy trainiert ist, desto bewegungsfreier wird das Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)acessoire balanciert. Als Nebeneffekt des Shimmy, werden die auf dem BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm (vor allem an den Hüften und am Oberteil) angebrachten Verzierungen in Bewegung (bei Metallverzierungen auch zum klingen) gebracht. Der Shimmy setzt eine hohe Körperbeherrschung voraus, um ihn technisch einwandfrei zeigen zu können.

Gerade beim westlichen Stil werden viele Hand- und Armbewegungen eingesetzt. Der traditionelle orientalische Stil hingegen sieht die Arme und Hände eher als Umrahmung des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)enden Körpers. Die Bewegungen lassen sich grob dahingehend einteilen, dass die Füße dem Grundrhythmus folgen, das Becken der Tabla/Darbukka, und dass der gesamte Körper die Melodie widerspiegelt. Im arabischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist die Kenntnis des etwaigen Textes unabdingbar, da eine Tänzerin diesen interpretieren muss, d. h. die Körpersprache (Gestik ebenso wie Mimik) muss zum Text stimmig sein. Im Gegensatz zur ägyptischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)szene werden in der Türkei instrumentale Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)stücke bevorzugt.

BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
wird meist als typisch weiblicher Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wahrgenommen, der die Gefühlswelt und Kraft von Frauen zum Ausdruck bringt. Vor allem in Ägypten sind Frauen über 40 sehr populäre Bauchtänzerinnen, etwa Suhair Zaki, Fifi Abdou, Lucy und Dina. Dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass eine gute Tänzerin über Lebenserfahrung verfügen muss - dazu kommt selbstverständlich langjährige Bühnenerfahrung, um das zu formen, was in Ägypten von einer guten Tänzerin erwartet wird: eine Vollblut- und Allround-Entertainerin.

Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm


Das typische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm entstand etwa den 1920er Jahren in den Kabaretts in Algier, Beirut und Kairo. Hauptsächlich in den Kabaretts von Kairo wurde der arabische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
in seiner heutigen Form entwickelt und als UnterhaltungsTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) aufgeführt.

Ein typisches Raqs Sharqi Kostüm besteht z. B. aus einem paillettenbesetzten BH-artigen Oberteil, einem ebenfalls pailettenbesetzten Gürtel

(zusammen mit dem Oberteil als Bedleh bezeichnet) und einem Rock. Das traditionelle Kostüm bzw. die folkloristische Kleidung verwendet Münzen als Verzierung und gleichzeitig als Geldanlage (siehe auch Ouled Nail). Die Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüme haben sich mit der Zeit modisch bedingt immer wieder verändert. Sie waren mehr oder weniger freizügig, hatten weite, enge Röcke, Shorts oder auch Hosen. Als Accessoire kann, muss aber nicht, zu einem klassischen Solo ein Schleier oder Cape benutzt werden. Im klassisch Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist der Schleier ein Intro-Accessoire und wird nach dem Eingangspart der Musik von der Tänzerin auf der Bühne abgelegt.
Tänzerin mit grünem Schleiertuch

Als Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)accessoires werden feine Schleier, Säbel, Kerzentabletts eingesetzt. Tänze mit solchen Elementen werden zum Teil als Fantasy bezeichnet, da viele Accessoires von amerikanischen und europäischen Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts in den exotischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) eingeführt wurden (z. B. Ruth St. Denis) und nur sehr entfernt mit den ursprünglichen Tänzen des Orients verwandt sind. Auch die typischen Schleiertänze der Salome oder Tänze von SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) -Gruppen sind kein klassisch orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Mit dem Schleier wird nur in der Sparte Fantasy durchgehend geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t. Mehr Infos dazu siehe SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) .

Neben dem klassischen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm werden für die folkloristischen orientalischen Tänze und Stile im arabischen Raum (z. B. Hagalla, Iskanderani, Saidi) besondere Kleider bzw. Kostüme getragen, die keinem so deutlich erkennbaren Modetrend unterliegen wie z. B. die Sharqi-Kostüme.

Auch bei den orientalischen Tänzen der westlichen Welt (z. B. American Belly Dance) trägt man andere Kleidung als bei der „klassischen Show“ z. B. beim SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , Tribal Style Dancing.

Stile des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es

* Klassisch-orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
* Baladi
* Orientalische Folkloretänze
* Tribal Style Dance

Fantasy

Diese Tänze wurden nach alten Bildern und Geschichten erdacht, ohne reale geschichtliche Grundlagen für die Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)formen und -schritte.

* Pharaonischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
* SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
* SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) / DoppelschleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
* Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit sieben Schleiern
* SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Sonstige Forme des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es

Tsifteteli

Tsifteteli' (griech. τσιφτετέλι) ist die griechische Bezeichnung für einen traditionellen Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Die Bezeichnung „Tsifteteli“ ist eine Ableitung von dem türkischen Wort Çiftetelli, was „mit zwei Saiten“ bedeutet. Dieser Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist in Griechenland landesweit verbreitet.

Historischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

* Arabisch-andalusischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Modetänze

Tänze wie Samba Oriental, Oriental Techno oder Oriental Pop sind Tänze, die Elemente aus dem Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) übernommen haben, aber zu den modernen Mode- und Partytänzen bzw. zum Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)sport und den Tänzen der Jugendkultur gehören. So ist die Kleidung, die Bewegungsvielfalt und auch die Musik völlig frei wähl- und verarbeitbar. Bekannteste Trendsetterin der „Oriental-Pop-Welle“ (um einen allgemeinen Begriff zu nennen, die Musik kann auch Rap-Elemente beinhalten), die viele typische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen in ihre Choreografien, Videoclips und Liveauftritte einbaut ist die kolumbianische Sängerin Shakira. Ebenso zeigten und zeigen auch Britney Spears, Christina Aguilera und Cher viele typische Bewegungen und Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) -Komis aus dem Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) .

Orientalischer heute

Die Entwicklung des Kairoer Stils

Der arabische Raqs Sharqi wurde in der Cabaret-Szene von Kairo in seiner Grundform und Ausprägung entwickelt und aufgeführt. Verbreitet wurde dieser Cabaret-Stil hauptsächlich durch die ägyptische Filmindustrie. Ägypten hat bis heute eine starke Filmindustrie, und zwischen 1920 und 1950 boomten Filmproduktionen und Aufführungen. Da der Eintritt für einen Film wenig kostete und vom tristen Alltagsleben (wie überall auf der Welt) ablenkte, konnten sich die in den Filmen gezeigten Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)stile schnell etablieren und wurden in den Cabarets und Nachtclubs weiterentwickelt. Auch das Fernsehen, in dem bis heute auch gerne alte Filme gezeigt werden, und welches in Ägypten rund um die Uhr angeschaltet ist, hat seit seiner Etablierung dazu beigetragen, die großen Tänzerinnen des frühen ägyptischen Kinos weiterhin im Gedächtnis zu behalten.

Bekannte und berühmte Tänzerinnen des Kairoer Stils, auch außerhalb Ägyptens, sind u. a. Samia Gamal, Tahia Carioca, Naima Akef und später Nagua Fouad. Suher Zaki oder Fifi Abdo, setzten im Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ebenfalls hohe Maßstäbe, die nicht nur in der arabischen Welt Anwendung und Nachahmung finden.

In Ägypten und der arabischen Welt, speziell ab ca. 1980 bis heute, hat der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) den Status einer gehobenen Unterhaltungskunst. Während die europäische Kabarett- und Varieté-Unterhaltung seine beste Zeit schon 1925 hinter sich hatte und mit eher anrüchigen Darstellungen Publikum anlockt, stellt die Nachtclubszene Ägyptens noch immer Unterhaltung auf gehobenem ästhetischen Niveau dar.

Orientalischer außerhalb der arabischen Welt

Der BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, wie er heute in der westlichen Welt bekannt ist, stellt eine Sonderform des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es dar. BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
ist auch in der Türkei, in Griechenland und generell im Balkanraum verbreitet. In Griechenland und auf dem Balkan wird er in erster Linie als GesellschaftsTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t und eher selten vorgeführt.

Der türkische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
heißt Göbek Dansı (Göbek; türk. Bauch) oder Oryantal Dans, der griechische Tsifteteli. Diese beiden Formen kennen weniger Bewegungen als der arabische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, und auch die Musik dazu ist rhythmisch meistens gleichförmig, im Gegensatz zur arabischen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)musik, die in einem einzigen Stück eine große Vielfalt von Rhythmen aufweist.

Mit dem ersten Auftauchen des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es in den USA vor über vierzig Jahren wurde aus dem exotischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) eine Mainstreambewegung. Mit der Hippie-Ära, der Entdeckung fernöstlicher Philosophien und alternativer Lebensmodelle wurde auch der orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) in den USA neu entdeckt. Hier gelang im Laufe der Zeit die Entwicklung eines eigenständigen Stils des American Carabet Bellydance (auch AmCab genannt) oder "American Bellydance", der sich vom klassisch Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) unterscheidet. Diese Entwicklung eines eigenständigen Stiles förderte die Kreativität und das Selbstbewusstsein amerikanischer Tänzerinnen, eigene Fusionen und Bewegungen einzubringen, ohne sich mit Authentizitätsproblemen auseinandersetzten zu müssen.

Bekannte zeitgenössische amerikanische Tänzerinnen (diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)) sind: Suhaila Salimpour, Ansuya, Delilah, Cassandra, Dalia Carella, Suzanna Del Vecchio, Morocco, Latifa und Helena Vlahos (die schon in den 1970er Jahren im amerikanischen Fernsehen rollende Münzen auf ihrem Bauch Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en ließ).

Unter der Bezeichnung moderner ägyptischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) versteht man die Weiterentwicklung der traditionellen ägyptischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen. Im Sinne von Weiterentwicklung des traditionellen ägyptischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es, wurden seit einigen Jahren neue Elemente (Bewegungen und Kombinationen) durch ägyptische Tänzerinnen in den BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
eingebracht. Diese neueren Bewegungselemente werden zur besseren Unterscheidung und Benennung oft nach den einzelnen Tänzerinnen benannt die diese Bewegungen zeigten und verbreiteten.

Eine andere Entwicklung in Form von sogenannter „westlicher Verfremdung“ des ägyptischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es findet, laut konservativen Verfechtern des reinen ägyptischen Stiles, in Europa und USA täglich statt. Diese neuen Elemente, Bewegungen und Abläufe werden meist nicht nach deren Schöpfern benannt, oder nur im Rahmen regionaler Aktivitäten der Tänzerinnen selbst verbreitet. Oft wird auch die Bezeichnung moderner ägyptischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) als Kennzeichnung für einen vereinfachten Raqs Sharqi zu moderner Popmusik werwendet. Vor allem in Ägypten werden solche Entwicklungen als Verfremdung empfunden und kaum oder eher amüsiert zur Kenntnis genommen.

Bis heute haben sich zahlreiche sehr gute und bekannte Tänzerinnen und Tänzer aus dem konservativen Schatten des puren ägyptischen Stils herausentwickeln können. Durch ihre Arbeit mit BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
haben sich inzwischen viele Tänzerinnen und Tänzer einen respektablen Ruf in Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene erarbeiten können. Als Austauschsplatform und Forum um Kontakte zu knüpfen für einen internationalen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) - und Erfahrungsaustausch, gelten bis heute die internationalen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)festivals in Ägypten, USA und Europa.

Männlicher Bauchtänzer

Verbot von BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)vorführungen sind und waren in verschiedenen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder von Verboten oder Einschränkungen betroffen. Vor allem in Ländern mit streng religiöser Regierung oder Ländern, deren Religionsführer der Zurschaustellung unverhüllter, vor allem weiblicher Körperteile, sehr kritisch gegenüberstehen, steht der BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
immer wieder im Mittelpunkt zahlreicher Debatten. Oft wird der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) auch zum Anlass genommen, den moralischen Verfall einer Gesellschaft zu kennzeichnen und damit den Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wie auch seine Darsteller als moralisch verwerflich zu brandmarken.

In Ägypten wurde für ein Jahr ein Auftrittsverbot für nicht-ägyptische Tänzerinnen erlassen, das bis September 2004 in Kraft war. Der Kulturminister der Palästinensischen Autonomiegebiete Attallah Abu al-Sibbah soll 2006 angedeutet haben, dass er plane, BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
ganz zu verbieten.[1]

BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
in der Populärkultur

Obwohl BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
gerne belächelt und nicht als echte Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kunst angesehen wird, gibt es sehr viele Künstler, Tänzer, Musiker und Sänger, die mit orientalischer Musik und den Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) bewegungen arbeiten. Vor allen auf Musik und Film hat der BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
seinen größten Einfluss.

BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
in Musikproduktionen

* In dem Videoclip zu dem Song von Madonna Frozen hat die amerikanische Sängerin nicht nur die typischen Hennamalereien an den Händen, ihre Hand- und Armbewegungen zeigen deutlich orientalische Züge (resp. des Tribal Style Dance).
* Im Videoclip zum Song I'm a Slave 4 U zeigt Britney Spears typische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen.
* Die amerikanische Sängerin Beyonce zeigt typische BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen in ihrem Videoclip Baby Boy.
* In dem Lied des amerikanischen Rappers Eminem Ass Like That beginnt die erste Strophe mit dem Text: „The way she moves, she's like a belly dancer“. Auch ist die Musik zu diesem Lied deutlich orientalisiert.
* Das Lied Bananza des amerikanischen Sängers Akon enthält folgende Textpassage: „Don't be shy girl, go bananza. Shake your body like a belly dancer.“
* Die bekannteste Sängerin, die BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen zeigt und auch arabische Musik in ihren Produktionen verwendet, ist die kolumbianische Sängerin Shakira. Sie zeigte zur MTV Video Music Awards Verleihung 2006 in New York ihren Song Hips Don't Lie, der in Zusammenarbeit mit Wyclef Jean entstand. Ihre halb-libanesische Abstammung zeigt sich sehr stark in ihrem Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und auch in ihren Choreografien.
* 2002 beschloss Cher im Alter von 56 Jahren, ihre Tourneen mit einer letzten Farewell Tour zu beenden. Sie endete am 30. April 2005 nach 325 Shows auf der ganzer Welt (5,880 Millionen Besucher) mit einer Rekordeinnahme von rund 400 Millionen US-Dollar (323 Millionen Euro). Während des Konzertes verkleidete sich Cher auch als Orientalin und ritt auf einem Kunst-Elefanten auf die Bühne.
* Christina Aguilera zeigte sich in einem Werbespot für einen großen amerikanischen Getränkehersteller als Bauchtänzerin und auch als indische Tänzerin. Bereits mit ihrem 1999 erschienenen Hit Genie In A Bottle, nimmt sie Bezug auf die Fernsehserie Bezaubernde Jeannie (im Original: „I dream of Jeannie“), in der ein orientalischer Flaschengeist mit magischen Fähigkeiten die Hauptrolle spielt, und zeigt im dazugehörigen Videoclip eindeutig orientalische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen.

BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
in Filmproduktionen

Die Auflistung dieser Filme stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll nur einen kleinen Überblick über die vielen Filme geben, die BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
zeigen, oft sogar berühmt wurden durch den Auftritt einer bekannten Schauspielerin in einer Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) szene, oder gerade wegen dieser Auftritte. Obwohl BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
in den Filmen an sich kaum wahrgenommen wird, spielt er eine wichtige Rolle für die Handlung (z. B. Wild Wild West), dient der Intensivierung des Gefühls, der Orient sei eine andere Welt, soll den Zuschauer (und den Akteur im Film) sprichwörtlich verführen oder wird spielerisch, komödiantisch eingebaut. Die Filme, die sich mit orientalischen Themen und Motiven beschäftigen, beginnen sehr früh in der Zeit des Kinos (1917 - Cleopatra) und werden mit der neuesten Produktion von Cleopatra (2006) noch lange nicht aufhören.

* 1917: Cleopatra, u. a. mit Theda Bara, die im Film selbst „orientalisiert“ Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t.
* 1932: Mata Hari, u. a. mit Greta Garbo, die als Mata Hari in diesem Film ebenfalls orientalisch Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t.
* 1934: Cleopatra, u. a. mit Claudette Colbert als Cleopatra, die auch selbst Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t.
* 1938: Der Tiger von Eschnapur/Das indischen Grabmal, u. a. mit Theo Lingen und La Jana. La Jana Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t in beiden Filmen "orientalisiert" als indische Tänzerin Indira.
* 1949: Bagdad, u. a. mit Maureen O'Hara, die einen Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) zeigt.
* 1953: Salome, hier Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t Rita Hayworth selbst.
* 1954: Der Talisman, u. a. mit Rex Harrison, hier zeigt die türkische Tänzerin Nejla Ates einen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
als "dunkelhäutige Tänzerin".
* 1954: Tal der Könige, u. a. mit Robert Taylor. Hier Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t die berühmte ägyptische Tänzerin Samia Gamal.
* 1959: Der Tiger von Eschnapur/Das indischen Grabmal, u. a. mit Debra Paget als indischer Tempeltänzerin.
* 1962: Stärker als alle Vernunft, u. a. mit Jack Lemmon. Lisa Guiraut als Bauchtänzerin.
* 1963: Liebesgrüße aus Moskau, hier zeigt die englische Schauspielerin Lisa Guiraut als Zigeunerin verkleidet einen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
.
* 1963: Cleopatra, u. a. mit Elizabeth Taylor als Cleopatra, die nicht selbst Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t. BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)szenen sind aber im Film enthalten (siehe Bild).
* 1965: Help!, in diesem Film der Beatles kommt eine BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)szene vor.
* 1966: Khartoum - der Aufstand, u. a. mit Charlton Heston. Lisa Guiraut zeigt einen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
.
* 1979: Das China Syndrom, u. a. mit Jane Fonda, in einer Szene zeigt die amerikanische Tänzerin Delilah aus Seattle einen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
.
* 1983: Octopussy, u. a. mit Roger Moore als James Bond. Hier zeigt eine Gruppe Frauen einen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, um Wärter abzulenken.
* 1996: From Dusk Till Dawn, der berühmte "SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) " von Salma Hayek als "Santanico Pandemonium".
* 1999: Wild Wild West, u. a. mit Will Smith, der sich als Bauchtänzerin verkleidet und vor Kenneth Branagh Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t.
* 2001:Roter Satin, ein Film der sich mit der Befreiung der moslemischen Frauen aus traditionellen und gesellschaftlichen Zwängen beschäftigt und diese Entwicklung mit Hilfe des BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es verdeutlicht.
* 2002: Die Königin der Verdammten, die amerikanische Sängerin Aaliyah zeigte hier einen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
.
* 2004: Alexander, u. a. mit Val Kilmer. Hier werden viele Bauchtänze gezeigt, u. a. auch SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) (Angelina Jolie) und SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) .
* 2004: Troja, u. a. mit Brad Pitt. Hier werden verschiedene Bauchtänzerinnen gezeigt. Eine Gruppe Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t zu Beginn des Films in der Halle des Agamemnon.

Organisationen

Seit 1994 gibt es den Bundesverband für Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , der sich die Pflege und Förderung des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es in Deutschland zum Ziel gesetzt hat.

Literatur

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5
* Brygida M. Ochaim, Claudia Balk: Varieté-Tänzerinnen um 1900. Vom Sinnenrausch zur Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)moderne, Ausstellung des Deutschen Theatermuseums München 23.10.1998–17.1.1999., Stroemfeld, Frankfurt/M. 1998, ISBN 3-87877-745-0
* Stephanie Mattes: Orient im Film. Die Geschichte des BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es von seinen Anfängen bis zur Gegenwart, Books on Demand GmbH, 2002, ISBN 3-83113-690-4

weiterführende Literatur

* Monika Kaiblinger-Ickert, Ludmilla Schuhbauer: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
Harmonie und Sinnlichkeit, Blv Verlagsgesellschaft, 2005, ISBN 3-4051-6799-X
* Shakti Morgane: Orientalischer und Ekstase, Books on Demand GmbH, 2000, ISBN 3-00-003091-3
* Rosina-Fawzia Al- Rawi: Der Ruf der Großmutter. Oder die Lehre des wilden Bauches, Promedia, Wien, 1996, ISBN 3-85371-110-3

Einzelbelege und Anmerkungen

1. ↑ Chris McGreal: Bellydancing out, cinema in, says Hamas. In: The Guardian, Thursday 6 April 2006

Weblinks


Raqs Sharqi – Bilder, Videos und Audiodateien

* Links zum Thema im Open Directory Project
* Bundesverband für Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
* Nomenklaturprojekt orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

 


Pharaonischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)


Der sogenannte Pharaonische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist ein FantasyTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz). Die pharaonischen Tänze werden meist nach den dargestellten ägyptischen Herrschern (Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der

Kleopatra) oder Göttern (Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der Hathor) betitelt.

Der pharaonische FantasyTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) hat keine direkten historischen Quellen. Vorbild für die pharaonischen Tänze und Kostüme sind die ägyptischen Wandmalereien aus Gräbern in Ägypten. Viele Tänzerinnen beziehen sich auf bekannte Pharaonen wie Echnaton, Nofretete, Kleopatra VII., Hatschepsut oder ägyptischen Göttinnen wie Isis, Hathor, Maat oder Neith.

Die zum Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) gespielte Musik ist frei wählbar, nach dem Ausdruck des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es und ist meist getragen, dramatisch und langsam. Die Bewegungen und Choreografien der Tänzerinnen sind angelehnt an die Körperhaltung und Gestik der auf den Grabmalereien des pharaonischen Ägypten dargestellten Personen. Typisch ägyptische Kostüme und Schmuck, ebenso die Krone der Pharaonen, und der Halsschmuck (ägyptischer Halskragen) finden hier Verwendung. Die Symbole der ägyptischen Herrscher, sowie die Symbole der ägyptischen Götter (z.B. das Anch-Zeichen), werden als Accessoires im Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) benutzt. Bei Darstellungen (Tänze) der Göttin Isis ist der überweite goldene und plissierte Schleier (oft mit Stöcken als Verlängerung), oder Flügelschleier auffallend. Der Flügelschleier sollen die Flügel der Göttin darstellen.

Meist werden in langsamerem und getragenem Tempo diverse verschiedene Armposen und Haltungen eingenommen. Forscher und Tänzerinnen wie Laurel Victoria Gray sind aber überzeugt, dass die effektiven Tänze im alten Ägypten zum Teil recht akrobatisch waren und nicht langsam und getragen dargeboten wurden.

Literatur

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

 

SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)


Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert (Jean-Léon Gérôme)

Der SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist ein orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) , der auch fälschlicherweise SchwertTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) genannt wird.
Inhaltsverzeichnis
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* 1 Herkunft
* 2 Form
* 3 Säbel versus Schwert
* 4 Ergänzungen: Kriegerinnen und Amazonen
* 5 Literatur
* 6 Weblink
* 7 Siehe auch

Herkunft des SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Die Herkunft des SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es, wie er heute im Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) gezeigt wird, ist ein FantasieTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz), der keine historisch belegbare Quellen hat: Einige Tänzerinnen beziehen sich als Vorbild für ihre Interpretationen auf die griechischen Quellen über das Volk der Amazonen oder auf Vorbilder kämpfender Frauen aus der Geschichte des Orients. Einige Tänzerinnen führen an, der SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) stamme aus den Hochzeitsriten orientalischer Berbervölker: Der Frau wurde während der Hochzeit das (Schutz)Schwert (Säbel) des Mannes übergeben. Die Übergabe diente als Symbol, dass sie nun zur Herrin des Hauses und Bewahrerin der Familienehre geworden war. Um zu zeigen, dass sie mit dem Säbel umzugehen weiß, entwickelten die Frauen eine spielerische und tänzerische Art, nämlich den SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Diese Theorie wurde bisher nicht belegt.

Form des SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Alle Musikarten sind im FantasyTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) möglich, daher auch im SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Von reinen Instrumentalstücken über klassische Musik, Filmmusik bis zu moderner Musik mit Synthesizer oder Folkloremusik ist alles erlaubt.
Tänzerin in typischer SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)pose

Das Kostüm, sowie der Schmuck sind frei wählbar und richten sich nach keinen direkten historischen Vorlagen oder Quellen. Meist wird mit einem Oberteil (z.T. mit Jacke) und einer Pluderhose geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t. Oft wird der SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) auch in folkloristischen Kostümen gezeigt oder in einem dem klassischen BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)kostüm sehr ähnlichen Kostüm oder auch Kleid.

Der SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) kann mit schnellen und langsameren Bewegungen geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t werden. Dies ist der Tänzerin frei überlassen. Es werden immer die typischen Bewegungen des Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es benutzt. Die geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)te Illusion der kampfbereiten Frau mit dem todbringenden Säbel steht hier zwar im Vordergrund, der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ausdruck ist in der Regel nicht kämpferisch, eher huldvoll und ätherisch. Der Säbel darf trotzdem niemals mit der Hand umschlossen werden, auch wenn die ausbalancierten Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)säbel keine Klinge haben. Die Attraktion des SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es ist das möglichst bewegungsfreie Balancieren des Säbels auf dem Kopf, der Schulter, der Hüfte und dem Bauch, in einer Bewegung oder während die Tänzerin Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t. Es werden oft Doppel-Säbeltänze gezeigt, um die Virtuosität der Tänzerin noch stärker zu unterstreichen. Tänze mit mehr als zwei Säbeln lassen einen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) nicht mehr zu, hier wird ausschließlich balanciert und langsam geschritten. Viele Tänzerinnen benutzen typische Bewegungen des "ShamadanTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es" , sowie leicht akrobatische Elemente wie Spagat, Balancieren auf einem Bein oder Elemente des BodenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es zum SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . In den letzten Jahren wurden auch häufig Säbeltänze, die normalerweise als Solo angelegt sind, als Duo oder GruppenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) gezeigt, häufig auch mit kleinen Show-Kampfeinlagen, die auf die Musik (meist Filmmusik) abgestimmt sind. Gruppentänze mit dem Säbel sind besonders schwer aufzuführen, da die Synchronizität aller Tänzerinnen sehr hoch sein muss, um den SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) auf das Publikum wirken zu lassen. Den SäbelTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) zeigten vereinzelt auch Männer, im Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) sind es zu 99% Frauen, die ihn zeigen.

 

SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

 

Im sogenannten SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) werden von der Tänzerin entweder die Bewegungen von Schlangen nachgeahmt oder mit einer (oder mehreren) Schlange(n) geTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t. Bei der Nachahmung der Bewegungen einer Schlange bewegt die Tänzerin ihren Körper sowie Gliedmaßen in fließenden Bewegungen und imitiert somit die Fortbewegungsart von Schlangen. Der SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist in den USA, Europa, Russland, ebenso wie Australien oder Ägypten verbreitet.

Die Herkunft des SchlangenTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es lässt sich aus historischen Quellen nicht ergründen. Es wird die Auffassung vertreten, dass schon früh in der Menschheitsgeschichte Heiler, Priester oder Schamanen die Schlange als heiliges Tier verehrten und auch mit ihr Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ten, um eine Verbindung zur Welt der Götter aufzubauen. Schlangentänze im Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) werden oft auf die bildliche Verwendung der Königskobra in der altägyptischen Kunst bezogen, da die Kobra ein heiliges Symbol war und sehr oft Verwendung fand. Ebenso oft werden Schlangentänze auch mit dem Tod der Kleopatra VII. in Verbindung gebracht, die angeblich durch den Biss einer Schlange starb, oder mit dem minoischen Fund der sog. kleinen Schlangengöttin aus der kultischen Schatzkammer des Heiligtums des Palastes von Knossós. Beide Herleitungen versuchen dem FantasieTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit Schlangen (oder als dargestellte Schlange) einen historischen Hintergrund zu geben und eine uralte Authentizität anzudichten. Heute ist die Ausgestaltung des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es der Fantasie der Tänzerin überlassen.

Beim Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit einer oder mehreren Schlangen ist ein Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) aufgrund des Gewichtes des Tieres nicht mehr möglich. Hier werden vor allem leichte und langsame Bewegungen benutzt, um vor allem die Schlange zu präsentieren. Eine typische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)nummer mit Schlange besteht darin, dass die Tänzerin die Schlange an einem Punkt ihres Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es aus dem bereitgestellten Korb nimmt und mit ihr zu Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en beginnt. Dabei muss sie auf das Tier und seine Bewegungen eingehen, denn Schlangen lassen sich nicht abrichten. Bei dem Gewicht einer ausgewachsenen Schlange sind größere Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)bewegungen der Tänzerin nicht mehr möglich und der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) wird zu einer langsamen Schreitbewegung. Die verwendete Musik kann genauso wie das Kostüm, der Schmuck und andere Accessoires frei gewählt werden.

Literatur [Bearbeiten]

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

 

SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)

Die hier aufgeführten Schleiertänze sind reine Fantasietänze ohne realen historischen Hintergrund. Obwohl der Schleier als Kleidungsstück für Frauen in der Vergangenheit bis heute Verwendung fand, gibt es kaum historische Quellen die über Schleiertänze Auskunft geben.
Tänzerin mit Schleier, Terracotta Figurine aus Myrina, ca. 150 – 100 v. Chr.

Die Herkunft des heutigen SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es liegt in Europa und USA um das Ende des 18. Jahrhunderts. Die verwendete Musik ist bis heute frei wählbar und unterliegt dem <a href=Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit schlange" name="Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)mitschlange" width="180" height="328" hspace="12" vspace="12" align="right">individuellen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ausdruck der Tänzerin. Für Schleier werden in der Regel rechteckige oder halbrunde Schleier verwendet, manchmal auch zwei Schleier pro Tänzerin.

Der Schleier als Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)accessoires wurden von westlichen Tänzerinnen in den Orientalischen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) eingebracht, und werden nach jahrzehntelanger Verwendung mittlerweile als "traditionelles" Accessoire angesehen. Die erste berühmte Schleiertänzerin war die Amerikanerin Loïe Fuller, die mit einem übergroßen Schleier, auf den Lichteffekte projiziert wurden, in USA und Europa mit großem Erfolg auftrat. Auch die Tänzerinnen Maud Allan und Mata Hari Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)ten mit Schleiern, prägten mit ihren Auftritten die ersten Schleiertänze und machten diesen Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) in USA und Europa "bühnentauglich", in dem sie ihm durch eine Geschichte (Salomé) eine vordergründige Authentizität gaben.

In Kairo wurde der Schleier unter anderem durch eine russische Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)lehrerin eingeführt. Anna Ivanova brachte der ägyptischen Tänzerin Samia Gamal bei, mit dem Schleier zu Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en, um damit ihre Haltung und Armführung zu verbessern. In Ägypten wird der Schleier heutzutags vor allem für das Entré benutzt und kaum kunstvoll eingesetzt. Etwas länger Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)en die libanesischen Tänzerinnen damit, oft wird der Schleier dabei anfangs vorne um den Hals gelegt und mit den Händen zur Seite wie zwei Flügel hochgehalten.

Zu einer Kunstform wurde der SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) vor allem durch westliche, vor allem amerikanische Orientalische Tänzerinnen gemacht. Anders als im Mittleren Osten wird hier der Schleier nicht nur als kleiner Teil eines Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es sondern manchmal als Hauptattraktion präsentiert, mit verschiedenen Drehungen und Schwüngen. Eine weitere westliche Spezialität ist der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit zwei halbrunden Schleiern (Doppelschleier), für schöne visuelle Effekte vor allem mit vielen Drehungen, auch mit mehr als zwei Frauen, sprich in Gruppentänzen oder Duetten, findet der Schleier oder Doppelschleier Anwendung.

Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit sieben Schleiern

Gustave Moreau – Salome (1878)

Der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit den sieben Schleiern, wird auch Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der Salome genannt.

Die Musik, sowie die Kostümierung sind frei wählbar. Die Tänzerin hüllt sich zu Beginn ihres Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es in der Regel in 7 Schleier ein, die sie im Laufe des Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es nach und nach "abTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)t", d.h. ablegt.

Auch dieser Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) ist ein reiner FantasieTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und hat keine historischen Vorbilder. Frühe "Schleiertänzerinnen" ließen sich durch Oscar Wilde's Theaterstück "Salome" für die Figur der Salome und des SchleierTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)es bzw. frühe Tänze angeblich orientalischer Herkunft inspirieren. Ebenso oft wird erklärt "der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der Salome" fand mit 7 Schleiern statt, was aber so in der Bibel nie erwähnt wurde. Matthäus 14, 6. : "Als aber Herodes seinen Geburtstag beging, da Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)te die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel dem Herodes gut." Der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit sieben Schleiern wird ebenfalls oft von der Göttin Ishtar oder Isis hergeleitet.

Es wird auch angenommen, dass der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) der sieben Schleier ein bedeutender Bestandteil des Heiligen Dramas war, das den Tod des Ersatz-Königs, seinen Abstieg in die Unterwelt und seine Errettung durch die Göttin darstelle; die Göttin legt dabei an jeder der sieben Pforten der Unterwelt eines ihrer sieben Gewänder ab. Die Salome oder "Friede" (Schalom) genannte Priesterin verkörperte die hinabsteigende Göttin. Die Zahl Sieben spielt in der gesamten Mythologie eine große Rolle. Sieben Tore soll man durchschreiten bis <a href=Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) mit schlange" name="Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)mitschlange" width="238" height="309" hspace="12" vspace="12" align="right">man in der Unterwelt ist, die Göttin Isis trug sieben Gewänder, es gibt sieben Sphären die nach antiker Vorstellung die Erde umschlossen. Die bekannteste Tänzerin, die sich dem Vorbild Salomés bediente war Maud Allan.

Literatur [Bearbeiten]

* Wendy Buonaventura: Serpent of the Nile: Women and Dance in the Arab World, Interlink Publishing Group, 1998, ISBN 1-5665-6300-3
* Karin Van Nieuwkerk: A Trade Like Any Other: Female Singers and Dancers in Egypt, University of Texas Press, 1995, ISBN 0-29278-723-5
* Wendy Buonaventura: BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
, Kunstmann Verlag, 1998, ISBN 3-8889-7106-3
* Dietlinde Bedauia Karkutli: Das BauchTanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz)
-Buch, Rowohlt 2002, ISBN 3-4996-1328-X
* Eluan Ghazal: Der heilige Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) . Orientalischer Tanz (Bauchtanz - Orientalicher Tanz) und sakrale Erotik, Simon & Leutner, 2005, ISBN 3-92238-995-3
* Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe. Sakrale Erotik in archaischen Gesellschaften, Simon + Leutner, 1995, ISBN 3-92238-963-5

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